Die Universität Passau hat in den vergangenen Jahren ihr Forschungsprofil gezielt weiterentwickelt. In den sogenannten Profil- und Potenzialfeldern bündelt sie ihre wissenschaftlichen Stärken und schafft damit die Voraussetzungen, ihre Forschungsaktivitäten weiter auszubauen, zusätzliche Drittmittel einzuwerben und ihre internationale Sichtbarkeit zu stärken.
„Die aktuellen Ranking-Ergebnisse zeigen, dass diese strategische Ausrichtung zunehmend Wirkung entfaltet: Unsere Universität konnte ihre internationale Positionierung weiter verbessern und ihre Stärken insbesondere in den Bereichen Forschungsumfeld, Forschungsqualität und internationale Ausrichtung ausbauen. Zugleich behauptet sich die Universität Passau weiterhin in der oberen Gruppe der besten 30 Prozent der weltweit gerankten Universitäten. Für eine Universität unserer Größe ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung und unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts Passau,“ erläutert Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann, Präsident der Universität Passau.
Zu diesem starken Ergebnis beigetragen hat einmal mehr der Bereich Forschungsumgebung (Research Environment), in dem die Dreiflüsse-Universität nun bereits zum vierten Mal in Folge ihre Punktzahl steigern kann. Hier wird bewertet, wie gut die Forschungsbedingungen an einer Universität sind, wobei drei Aspekte in das Gesamtbild mit einfließen: Forschungsreputation (Research Reputation) misst den internationalen Ruf der Universität als Forschungsstandort. Dazu werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefragt, welche Universitäten sie für besonders stark in der Forschung halten. Drittmitteleinwerbung (Research Income) erfasst die Höhe der eingeworbenen Forschungsmittel im Verhältnis zur Größe der Universität. Forschungsproduktivität (Research Productivity) betrachtet die wissenschaftliche Publikationsleistung pro Forschendem.
Darüber hinaus trugen die Bereiche Forschungsqualität (Research Quality) und internationale Ausrichtung (International Outlook) maßgeblich zum guten Abschneiden bei. Bei der Forschungsqualität wird insbesondere betrachtet, welchen internationalen Einfluss die Forschung der Universität hat, etwa daran, wie häufig ihre wissenschaftlichen Arbeiten von anderen Forschenden zitiert werden. Die internationale Ausrichtung berücksichtigt dagegen, wie die Universität weltweit vernetzt ist – unter anderem durch den Anteil internationaler Studierender und Forschender sowie durch gemeinsame Forschungsarbeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Ländern.
Internationalisierung spielt an der Universität Passau seit vielen Jahren eine zunehmend wichtigere Rolle. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der internationalen Studierenden um knapp 90 Prozent gestiegen. Inzwischen ist damit rund jeder fünfte Studierende international. Die Lage Passaus im Dreiländereck Deutschland–Österreich–Tschechien, die vielfältigen grenzüberschreitenden Austauschmöglichkeiten bei über 320 ausländischen Partnerhochschulen und die europäische Prägung des Hochschulstandorts machen die Universität für Studierende aus aller Welt attraktiv. In einzelnen Studiengängen liegt der Anteil internationaler Studierender mittlerweile bei 80 Prozent oder mehr – ein deutliches Zeichen für die internationale Ausstrahlung der Universität, aber auch für ihre enge Verbindung zu den europäischen Nachbarregionen.
Das weltweite Universitäts-Ranking wird erneut von der University of Oxford (UK) angeführt, gefolgt auf Platz zwei vom Massachusetts Institute of Technology (USA). Den dritten Platz teilen sich die Universitäten in Princeton bzw. Standford (beide USA). Als Spitzenreiterin unter den europäischen Universitäten platziert sich mit Rang 12 die ETH Zürich (Schweiz). Die besten drei Plätze unter den deutschen Universitäten belegen die Technische Universität München (25), gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München (41) sowie der Universität Heidelberg (45).
Über das Ranking:
Das THE Ranking ist eines der bedeutendsten weltweiten Universitätsrankings, dem sich von Jahr zu Jahr mehr Universitäten stellen. Verglichen werden 18 verschiedenen Indikatoren aus den Bereichen Lehre, Forschungsumfeld, Forschungsqualität, Engagement in der Industrie und Internationalität. Ein Teil der Daten, insbesondere Kennzahlen zu Studierenden, Personal und finanzieller Ausstattung wird von den teilnehmenden Universitäten selbst geliefert. Weitere Daten ermittelt der Ranking-Anbieter THE aus wissenschaftlichen Datenbanken sowie einer von THE durchgeführten Befragung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.