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Netzwerk INDIGO tauscht sich mit MINT-Akteuren in Ostbayern aus

Im Rahmen eines Workshops trafen sich ostbayerische Akteurinnen und Akteure im MINT-Bereich im BayernLab Vilshofen, um sich über ihre aktuellen Projekte sowie Forschungs- und Lehrkonzepte auszutauschen. Zentrales Ziel der Teilnehmenden: Wie kann bei Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden nachhaltige Begeisterung für MINT-Themen und Forschungsprojekte entfacht werden?

| Lesedauer: 3 Min.

Teilnehmende des MINT-INDIGO-Workshops; Foto: Netzwerk INDIGO

Teilnehmende des MINT-INDIGO-Workshops; Foto: Netzwerk INDIGO

Wie Schulen, Hochschulen und weitere regionale Akteure im Bildungsbereich junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) begeistern können, stand am 14. Juli 2026 im Mittelpunkt des zweiten MINT-INDIGO-Workshops im BayernLab Vilshofen. Die Veranstaltung brachte verschiedene Ansprechpartner aus dem MINT-Bereich zusammen, um deren unterschiedliche Projekte vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und die Vernetzung in der Region Ostbayern im Rahmen des Netzwerks INDIGO weiter auszubauen. Das BayernLab Vilshofen als offenes Zentrum für digitale Wissensbildung stellte hierfür den idealen Veranstaltungsort dar.

Zentraler Mittelpunkt des Programms waren die Kurzvorstellungen von regionalen MINT-Projekten, die unterschiedliche Facetten der MINT-Förderung aufgriffen. Verena Pilzweger von der Technischen Hochschule Deggendorf zeigte mit der deutsch-tschechischen „Quantum Academy“, wie Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Quantenwissenschaften begeistert werden können. Dr. Thomas Kippenberg von der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Deggendorf stellte mit den „MintApps" eine Open-Source-Plattform zur digitalen Unterstützung der MINT-Bildung vor. Prof. Dr. Tatyana Ivanovska von der OTH Amberg-Weiden präsentierte praxisnahe Robotikbildungskonzepte für Kinder und Jugendliche – vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Angelika Hable und Eva Streicher von der MINT-Region Niederbayern erläuterten die bestehenden Strukturen des bayerischen MINT-Netzwerks und zeigten Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit in der Region auf.

Dr. Doris Schneider vom Kompetenzzentrum Grundlagen der OTH Amberg-Weiden stellte kom-petenzorientierte Empfehlungen zur individuellen Förderung des Studienerfolgs vor und wurde hierin durch ihre Kollegin Alina Hühne ergänzt, die aufzeigte, wie Vernetzung und Teilhabe Studierende auf ihrem Bildungsweg unterstützen können. Prof. Dr. Karsten Weber von der OTH Regensburg verdeutlichte die Bedeutung von Nachhaltigkeit als festen Bestandteil der Informatikausbildung. Abschließend präsentierte Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein von der Universität Passau das Lehrkonzept „Hands-On Mathematik“ und berichtete von ihrer langjährigen Erfahrung im Rahmen des Passauer Mathematik Museums.

Ergänzt wurde das Fachprogramm durch eine Führung durch das BayernLab Vilshofen sowie einen 3D-Modellierungs-Workshop. Dabei erhielten die Teilnehmenden nicht nur eine praktische Anleitung, wie durch die Eingabe mathematischer Koordinaten die Erschaffung eines 3D-Objekts möglich ist, sondern konnten mit entsprechender Software auch eigene digitale Objekte gestalten.

„Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr eine weitere Auflage des MINT-Workshops durchführen konnten. Es ist mir wichtig, dass sich die Akteure im Netzwerk INDIGO – und dabei insbesondere die aktiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – einmal im Jahr persönlich treffen und die vielfältigen Erfahrungen zusammenführen“, resümierte Prof. Dr. Forster-Heinlein, die die Universität Passau als Steuerkreismitglied im Netzwerk INDIGO vertritt und den Workshop 2025 ins Leben gerufen hat.

Über das Netzwerk INDIGO

Im Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO) bündeln die sechs ostbayerischen Hochschulen - OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, Hochschule Landshut, Universität Passau, Universität Regensburg und OTH Regensburg - ihre wissenschaftliche Expertise im Handlungsfeld Internet und Digitalisierung. Vornehmliches Ziel des Netzwerks ist die dauerhafte Stärkung der Region Ostbayern als exzellenter Wissenschaftsstandort aber auch als Ort von leistungsstarken und erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen. Hierbei fördert das Netzwerk insbesondere die fachübergreifende Kooperation auf dem Gebiet der angewandten Forschung und Grundlagenforschung zwischen den beteiligten Hochschulen. Weitere Informationen: https://www.indigo-netzwerk.de/

Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein (Professur für Angewandte Mathematik) ist Steuerkreissprecherin für die Universität Passau im Netzwerk INDIGO und Initiatorin des MINT-INDIGO-Workshops.

Über das BayernLab Vilshofen

Die BayernLabs sind eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat. Mit modern ausgestatteten IT-Laboren eröffnen sie allen Bürgerinnen und Bürgern in jedem Regierungsbezirk den Zugang zu digitalem Wissen. Unter dem Motto „Anschauen – Anfassen – Ausprobieren“ sind Interessierte jeden Alters willkommen, die digitale Welt zu erkunden. Das gesamte Angebot ist kostenfrei. Weitere Informationen: https://www.vilshofen....bayern.de/

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