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Durchbruch für die europäische Websouveränität

Das von Horizon Europe geförderte Projekt „OpenWebSearch.EU" endet nach 42 Monaten und stellt einen föderierten Open-Web-Index-Pilot vor. Ein Konsortium aus 14 Forschungseinrichtungen und Rechenzentren, darunter die Universität Passau, hat den Open-Web-Index-Pilot „OWI" als grundlegende Ressource für klassische und KI-gestützte Websuchanwendungen entwickelt und umgesetzt.

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Das OpenWebSearch.EU-Konsortium hat den erfolgreichen Abschluss seines 42 Monate dauernden, von Horizon Europe geförderten Projekts bekannt gegeben, in dessen Rahmen ein erster europäischer Open Web Index (OWI) aufgebaut und validiert wurde. Die Projektergebnisse umfassen technische, wirtschaftliche und operative Belege dafür, dass ein Open Web Index die digitale Souveränität Europas stärken sowie Forschung, Innovation und vertrauenswürdige KI unterstützen kann.

Koordiniert wurde das Projekt vom Passauer Informatiker und Inhaber des Lehrstuhls für Data Science, Prof. Dr. Michael Granitzer. „Ein Open Web Index ist ein grundlegendes öffentliches Gut für Forschung, Innovation und souveräne digitale Dienste in Europa. Das Projekt beweist das Konzept; der nächste Schritt ist die Skalierung und Operationalisierung mit engagierten öffentlichen und privaten Partnern."

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Aufbau eines operativen Open Web Index
  • Datenverfügbarkeit und Werkzeuge für Forschung und Entwicklung
  • Nachweis eines öffentlich-privaten Infrastrukturansatzes, der mit weiterer Finanzierung und zusätzlichen Infrastrukturpartnern skaliert werden kann
  • Beauftragte Marktpotenzialstudie (MRC, 2024) mit einer Prognose von rund 4,5 Mrd. Euro Nettonutzen über zehn Jahre
  • Umsetzung mehrerer Anwendungsprojekte auf Basis des OWI

Noch bietet der aktuelle OWI-Umfang nicht die Dimension kommerzieller Suchindizes, zudem machen regulatorische und lizenzrechtliche Fragen den OWI derzeit nur für Forschungszwecke verfügbar. Die Initiative wird die breiteren europäischen Open-Web-Search-Bemühungen aber fortsetzen, um einen nachhaltigen Betrieb voranzutreiben.

Das Konsortium umfasste 14 Organisationen aus sieben Ländern, darunter die Universität Passau, das Leibniz-Rechenzentrum (BADW-LRZ), die Radboud University, die Universität Leipzig, die Technische Universität Graz, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das IT4Innovations National Supercomputing Center, das CERN, die Open Search Foundation, A1 Slovenija, CSC – IT Center for Science (Finnland), die NL Net Foundation, SUMA-EV und die Webis Group.

Über OpenWebSearch.EU

OpenWebSearch.EU ist das erste Projekt, das die EU gefördert hat, um die Websuche von morgen in Gang zu bringen. Es startete im September 2022. Die 14 Partnereinrichtungen haben über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren zusammengearbeitet. Das Projekt erhielt eine Förderung in Höhe von 8,5 Millionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101070014. Daten, Publikationen und Code: OWI-Daten-Shards und Projektergebnisse sind über das OpenWebSearch.eu-Portal und das ZENODO-Repository verfügbar. Weitere Infos unter: https://openwebsearch.eu/

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