Fakultät für Informatik und Mathematik
Mathe-Brückenkurs

Mathe-Brückenkurs

Im Wintersemester wird das O-Wochen-Programm um den Mathematik-Brückenkurs erweitert. Er dauert eine Woche und findet vor dem O-Wochen-Teil Rechnereinführung statt. Das ergibt dann zusammen zwei O-Wochen.

Warum ein Mathe-Kurs schon vor dem Studium?

Neben vielen weiteren Dingen ändert sich mit Beginn eines Studiums im Bereich Mathematik oder Informatik auch die Art, wie Mathematik betrieben wird.

Die meisten Aufgaben in der Schule konnte man immer nach einem aus dem Unterricht bekannten Schema lösen. Waren beispielsweise die Extremstellen einer Funktion gesucht, wusste der eifrige Schüler sofort, dass die Werte durch die erste Ableitung und die Art durch die zweite Ableitung bestimmt war.

In den an der FIM angebotenen Studiengängen weicht diese Art, Mathematik nach Rezepten zu betreiben, mehr und mehr dem Prozess, Aufgaben durch kreatives Denken zu lösen. Das bedeutet, man bekommt Handwerkszeug (in Form von Sätzen, Lemmas etc.) präsentiert, und muss sich hieraus selbständig die zur Fragestellung passenden Mittel heraussuchen. Hinzu kommen das kritische Überprüfen von Voraussetzungen (ob der ausgesuchte Satz auch wirklich auf die vorliegende Situation angewendet werden kann) und ein in der höheren Mathematik unumgänglicher Formalismus.

Da es vielen Studienanfängern sehr schwer fällt, sich von heute auf morgen an diese Umstellung zu gewöhnen, hat es sich der Brückenkurs zum Ziel gesetzt, schon im Vorfeld einige im ersten Semester besonders wichtige Konzepte zu klären, darunter etwa logische Schlussfolgerungen, Mengen oder Funktionen. Man bekommt einen ersten Überblick, welche Methoden es gibt, den zunächst kryptisch wirkenden Definitionen und Sätzen Herr zu werden.

Neben der Vermittlung einer neuen Sicht auf die Mathematik bietet dieser Brückenkurs schließlich eine gute Möglichkeit, zukünftige Kommilitonen kennenzulernen.