Fakultät für Informatik und Mathematik
Promotion

Promotion

Im Folgenden geben wir Ihnen einen groben Überblick über das Promotionsverfahren an der Fakultät für Informatik und Mathematik. Für Promotionen im gemeinsamen Verfahren mit einer ausländischen Universität gelten etwas andere Regeln, siehe §23-27 der Promotionsordnung.

Immatrikulation als Promotionsstudent (optional)

Es besteht die Möglichkeit, sich als Promotionsstudent(in) zu immatrikulieren. Sie erhalten damit Studierendenstatus. Genaue Auskünfte hierzu erteilt das Studierendensekretariat. Für die Einschreibung ins Promotionsstudium müssen Sie unter anderem eine formlose Bescheinigung des Doktorvaters / der Doktormutter vorlegen, die sogenannte Betreuungszusage.

Das Promotionsstudium ist gesetzlich auf eine Höchstdauer von drei Jahren festgelegt. Auf begründeten Antrag hin kann mit einer schriftlichen Befürwortung des Doktorvaters / der Doktormutter die Immatrikulation verlängert werden. Auch hierfür ist das Studierendensekretariat ihr Ansprechpartner.

Zulassung zur Promotion (obligatorisch)

Neben der optionalen Immatrikulation steht die obligatorische (fachliche) Zulassung zur Promotion an der Fakultät für Informatik und Mathematik. Sie erfolgt über das Dekanat bei dem oder der Vorsitzenden des Ständigen Promotionsausschusses.

Bevor Sie sich für eine Promotion anmelden, lesen Sie sich bitte die aktuelle Promotionsordnung gründlich durch. Die schriftliche Anmeldung zur Promotion (Zulassung) erfolgt bei dem oder der Vorsitzenden des Ständigen Promotionsausschusses. Dies ist derzeit Frau Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein.

Bei der Anmeldung müssen Sie noch kein Thema angeben. Einen "Doktorvater" oder eine "Doktormutter" sollten Sie jedoch schon benennen können. Der Doktorvater / die Doktormutter bestätigen Ihre Betreuung durch eine schriftliche Betreuungszusage, die Sie Ihrer Anmeldung beilegen. Durch die Anmeldung ergibt sich keine Abgabefrist.

Kolloquium

Im Doktorandenkolloquium stellen Sie in einem Vortrag mit anschließender Diskussion den Inhalt Ihrer Dissertation vor. Hierzu findet jedes Semester mind. ein eigener Kolloquiumstermin mit mehreren Doktorandinnen und Doktoranden der Fakultät statt.

Mindestens 6 Monate vor Abgabe sollten in der Diskussion Ähnlichkeiten zu anderen Arbeiten, mögliche Schwerpunkte, Probleme und der aktuelle Stand der Arbeit angesprochen werden.

Abgabe der Dissertation

Als Doktorand bzw. Doktorandin sollten Sie rechtzeitig mit Ihrem Doktorvater bzw. Ihrer Doktormutter über einen möglichen Zweitgutachter oder eine mögliche Zweitgutachterin Ihrer Arbeit sprechen. Der Zweitgutachter oder die Zweitgutachterin wird von Ihrem Doktorvater bzw. Ihrer Doktormutter im Kollegium vorgestellt bzw. vom Ständigen Promotionsausschuss bestellt.

Bei der Einreichung Ihrer Dissertation müssen Sie zusätzlich einige eidesstattliche Aussagen und eine (detaillierte) Liste aller Vorveröffentlichungen abgeben.

Im nächsten Schritt schreiben die Gutachter ihre Gutachten. Die Dissertation (zusammen mit den Gutachten) muss anschließend von der Professorenschaft der FIM (im Umlauf) genehmigt werden. Nach Abschluss dieses Umlaufs kann der Termin für das Rigorosum (mit zwei Wochen Vorlaufsfrist für Einladungen) festgelegt werden. Rigorosumstermine sollen, falls möglich, nicht in der vorlesungsfreien Zeit liegen. Die Terminkoordination mit den Prüfern (s.u.) übernimmt in der Regel das Sekretariat Ihres Doktorvaters bzw. Ihrer Doktormutter.

Rigorosum

Die Promotionskommission, die Ihr Rigorosum begleitet, besteht aus einem oder einer Vorsitzenden, der oder die Mitglied des Ständigen Promotionsausschusses ist, und aus vier Professoren und Professorinnen, die Sie prüfen werden. Eine/r der Prüfer fungiert als Schriftführer/in.

Das Rigorosum besteht aus einem 45-minütigen öffentlichen Vortrag (plus Fragen) sowie aus einer 45-minütigen nicht-öffentlichen mündlichen Prüfung durch vier Professoren und Professorinnen und einen Schriftführer. Die beiden Dissertationsgutachter prüfen jeweils etwa ein Drittel der Zeit. Die beiden anderen Prüfenden teilen sich den Rest der Zeit. Auch hier sollten Sie sich frühzeitig überlegen, wen Sie als Prüfenden benennen möchten, wer den Vorsitz übernehmen soll, und – in Absprache mit dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses – Kontakt zu diesen Professoren und Professorinnen aufnehmen. (Normalerweise sollen durch die vier Prüfenden verschiedene Fachgebiete der Fakultät für Informatik und Mathematik abgedeckt werden.)

Die genaue Skala und die Gewichtung der drei Teilnoten (zwei Gutachten und das Rigorosum) kann der aktuellen Promotionsordnung entnommen werden.

Veröffentlichung bzw. Pflichtexemplare

Nach erfolgreichem Abschluss des Rigorosums müssen Sie innerhalb eines Jahres ab Notenmitteilung entweder (siehe §22 Promotionsordnung)

  • zwei Pflichtexemplare der Dissertation in kopierfähiger Maschinenschrift sowie eine elektronische Version, die auf einem Server der Universitätsbibliothek abrufbar zur Verfügung gestellt wird, abgeben (nähere Information zu dieser Veröffentlichung mittels OPUS) oder
  • wenn ein gewerblicher Verlag die Verbreitung der Dissertation über den Buchhandel übernimmt, eine Mindestauflage von 150 Exemplaren nachweisen.

Erst nach Abgabe der Pflichtexemplare oder der Veröffentlichung als Buch erhalten Sie als Doktorand bzw. Doktorandin Ihre Urkunde und dürfen den Doktortitel führen.

Bitte beachten Sie

Diese Angaben erfolgen (wie immer) ohne Gewähr! Verbindliche Auskünfte (bzgl. Fragen, die nicht in der Promotionsordnung geklärt sind) erteilt Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein (Tel.: 3135,  Raum IM 231)

Ständiger Promotionsausschuss

Vorsitzende:
Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein

Stellvertrender Vorsitzender:
Prof. Dr. Sven Apel

Prof. Dr. Siegfried Handschuh
Prof. Dr. Tobias Kaiser