Das Algebraic Oil Research Projekt ist eine Kooperation zwischen der Abteilung Exploratory Research bei Shell International Exploration and Production B.V. (Rijswijk / Niederlande) und dem Lehrstuhl für Symbolic Computation an der Universität Passau (Deutschland).
Das Forschungsprojekt umfasst mehrere zentrale Themen rund um Erdölgewinnung und Erdölexploration: Optimierung der Produktion, Produktions-Allokation, Verbesserung der ultimativen Ölausbeute, Entwicklung von Produktions-Strategien und Entdeckung von neuen Erdöl-Reservoirs. Die Grundidee ist, Methoden der Computeralgebra für die Lösung von Problemen in diesen Gebieten einzuführen. Genauer gesagt, die neuen Techniken sind ein Teil eines neu entstehenden Gebietes, genannt Approximate Computational Commutative Algebra (oder hybrid computation oder symbolic-numeric computation).
In diesem Software-Projekt wird das Computeralgebra framework ApCoCoA entwickelt, eine client/server Anwendung, die auf dem Computeralgebrasystem CoCoA basiert. CoCoA bzw. ApCoCoA ist ein Akronym für
Applied Computations in Commutative Algebra.
Deshalb ist es das vorrangige Ziel von ApCoCoA, die symbolischen Methoden des Computeralgebrasystems CoCoA auf "reale Probleme" anzuwenden, d.h. die Computeralgebra mit der Numerik zu verbinden. Ein weiteres Ziel von ApCoCoA ist es, möglichst viele externe Bibliotheken oder Programme aus dem Gebiet der Computeralgebra von ApCoCoA aus verwenden zu können. Damit wird ApCoCoA zu einem echten Computeralgebra framework.
Dieses Projekt, eine Kooperation zwischen Universität Dortmund bzw. Universität Passau, Universität Genua und Shell International Exploration & Production, ist am 30. April 2009 ausgelaufen.