Dieses Projekt wird in Kooperation mit der
:a:k:t: Informationssysteme AG, Passau, am
Institut für Informationssysteme und Softwaretechnik durchgeführt.
Beim Erwerb komplexer Produkte benötigen Kunden eine qualifizierte Beratung, um eine optimale Kaufentscheidung treffen zu können. Oftmals fehlen das detaillierte technische Wissen und der Überblick über die Produktdomäne, um bei der angebotenen Produktvielfalt ohne die Hilfe eines Beraters eine informierte Wahl treffen zu können. Diesem Beratungsbedürfnis werden Onlineshops und auch der Flächen- bzw. Kettenmarkt bisher selten gerecht.
Im BiT-Projekt wird eine rechnergestützte, intelligente Beratungsumgebung entwickelt, die im Online-Vertrieb oder zur Unterstützung von Vertriebspersonal am "Point-of-Sale" eingesetzt werden kann. Die Bedienerführung basiert auf Techniken der Künstlichen Intelligenz; aufgrund neuester Datenbanktechnologie können Kundenpräferenzen bei der Erstellung von Kaufempfehlungen berücksichtigt werden.
Durch den Metamodell-basierten Ansatz wird der Wartungsaufwand des Systems deutlich reduziert: Eine Anpassung an geänderte Marktbedingungen kann in den meisten Fällen von Marketing-Experten durchgeführt werden. Oftmals wird es sogar möglich sein, bestehende Produktkataloge nach entsprechender Konvertierung direkt als Grundlage des Systems einzusetzen.
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekts "InteLeC – Integrierter eLearning Campus" wurde an der Universität Passau eine neue digitale Infrastruktur für die universitäre Lehre und das Campusmanagement entwickelt. Neben der Bereitstellung einer zukunftsfähigen technischen Grundlage gelten vor allem die weitgehende Einbettung des Integrierten eLearning Campus in die universitären Prozesse und die Herausbildung von Nutzungskompetenz und Akzeptanz durch die Nutzer als wichtige Projektergebnisse.
Imposante Kirchen, Schlösser und Burgen ebenso wie Ausgrabungen aus alter Zeit oder andere kulturhistorische Stätten werden zwar vordergründig oft als touristische Attraktionen wahrgenommen. Sie bilden aber zusammen mit ihren teils sehr alten und umfangreichen Archiven, die u.a. Schrift- und Bilddokumente, Karten, Untersuchungsberichte, Bautagebücher, Pläne, Zeichnungen und verschiedene andere Unterlagen enthalten, vor allem auch einen wichtigen Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.
Trotz ihrer großen kulturhistorischen Bedeutung ist die Situation der Archive in den meisten Fällen nicht befriedigend: Die Bestände sind nur in Ausnahmefällen inventarisiert, erschlossen oder digital gesichert, die Archivalien einander inhaltlich nicht zugeordnet. Selbst wenn die Archivalien bereits in digitaler Form vorliegen, ist eine Suchanfrage nach Gebäudeinformationen mit räumlichem Bezug, z.B. um die gesamte Restaurierungsdokumentation für eine bestimmte Wandfläche zu finden, nur selten möglich. Der manuelle Suchaufwand ist groß, zeitlich nicht kalkulierbar, ein Erfolg ungewiss.
Eine ähnliche Situation findet man im Gebäudemanagement für moderne Bauwerke: Auch hier ist nicht in jedem Fall die Zuordnung von Plänen und anderen Unterlagen zu Gebäudeteilen möglich. Der Planbestand ist keineswegs in jedem Fall vollständig; das Auffinden der jeweils gewünschten Dokumentation ist schwierig.
Im Rahmen des MonArch-Projekts wird eine Informationsstruktur entwickelt, die flexibel genug ist, um als digitales Archiv für viele verschiedene Großbauwerke eingesetzt zu werden, und es erlaubt, Einzelarchive miteinander zu vernetzen und inhaltlich zu koppeln. Jedes Dokument und jede Archivalie kann den zugehörigen Bauwerksteilen, geographischen Objekten oder auch Kartenkoordinaten zugeordnet werden. Daneben existiert ein sehr flexibles Glossar, das als Themenkatalog für die Erfassung ebenso wie für das Wiederauffinden gespeicherter Dokumente und Informationen genutzt werden kann.
Professionell erstellte Texte, zum Beispiel ein Lehrbuch, eine technische Dokumentation oder eine ganze Website, werden meistens unter Beteiligung mehrerer Autoren und Autorinnen geschrieben. Ohne gewisse Richtlinien und planvolle Koordination ist es normalerweise schwierig, die geforderte Qualität zu erzielen bzw. bei Aktualisierungen zu erhalten.
Ein koordinierender Herausgeber muss das verwendete (Fach-) Vokabular vereinheitlichen, bestimmte Richtlinien für den Text entwerfen und ihre Einhaltung überprüfen. Eine solche Richtlinie könnte für technische Dokumentationen beispielsweise festlegen, dass jede in einer Zeichnung enthaltene Komponente beschrieben wird, kein Begriff mehrfach definiert und jeder definierte Begriff in der Folge auch tatsächlich verwendet wird. Ebenso könnte beispielsweise für einen E-Learning-Kurs gefordert werden, dass jeder Textabschnitt mit einer Motivation beginnt und mit einer kurzen Zusammenfassung endet.
Das Verdikt-Projekt entwickelt Verfahren und Werkzeuge, um Autoren und Herausgeber bei der Überprüfung solcher Konsistenzkriterien zu unterstützen. Dabei wird nicht nur die eigentliche Verifikation automatisch übernommen, sondern der Anwender wird auch beim Angeben und Entwickeln der Richtlinien unterstützt. Dies geschieht mit Hilfe von Mustern, anhand derer die gewünschte Richtlinie schrittweise immer weiter eingegrenzt werden kann, bis eine ausreichend präzise Fassung erreicht ist.
Die Genauigkeit der Kriterien ist das A und O bei der automatischen Überprüfung - viele Einschränkungen, die ein Mensch in bestimmten Situationen intuitiv annimmt, müssen für einen Computer explizit ausformuliert werden. Helfen soll dabei in Zukunft ein neuer Ansatz, der sich auf Beispiele anstatt auf häufig verwendete Muster von Kriterien stützt. Diese Beispiele, kombiniert mit einer grafischen Darstellung des vorliegenden Dokuments, sollen dem Nutzer eine noch intuitivere und effizientere Anwendung des Verdikt-Werkzeugs ermöglichen.
Eine Übersicht über unsere bereits
abgeschlossenen Projekte ist ebenfalls verfügbar.
Bitte beachten Sie auch die am Lehrstuhl durchgeführten
Studienarbeiten.