Fakultät für Informatik und Mathematik
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Jens Zumbrägel übernimmt Professur für Mathematik mit Schwerpunkt Kryptographie

Dr. Jens Zumbrägel ist zum 1. April 2017 von Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth zum Professor für Mathematik mit Schwerpunkt Kryptographie berufen worden.

Prof. Dr. Jens Zumbrägel. Foto: privat

Zumbrägels Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Algebra, Kryptologie, sowie der Kanal- und Netzwerkcodierung. Er hat insbesondere ein neuartiges hocheffizientes Verfahren für das diskrete Logarithmusproblem mitentwickelt, welches mit dem "Best Paper Award" der prestigeträchtigen Konferenz CRYPTO ausgezeichnet wurde. Aktuell beschäftigt Zumbrägel sich mit der Frage, wie sicher Online-Transaktionen in diesem Kontext sind. "Ziel meiner Forschungsaktivitäten ist es, die Auswirkungen der neueren Angriffe auf das diskrete Logarithmusproblem zu untersuchen und die Sicherheit im Internet bei zukünftigen Quantencomputern zu gewährleisten", erklärt er.

Jens Zumbrägel (Jahrgang 1980) hat Mathematik und Informatik auf Diplom an der Universität Oldenburg studiert. Im Anschluss daran legte er seinen Master an der University of Cambridge ab. Nach seiner Zeit in England führte ihn seine weitere wissenschaftliche Ausbildung zunächst an das Institut für Mathematik der Universität Zürich. Dort verfasste er im Jahr 2008 seine Dissertation über das Thema "Public-Key Cryptography Based on Simple Semirings".

Nach der Doktorarbeit war Zumbrägel für vier Jahre als Postdoktorand am University College in Dublin tätig, bis er im Jahr 2013 an die Technische Universität Dresden wechselte. Als Marie-Curie-Stipendiat schrieb er in Dresden seine Habilitation mit dem Titel "The Discrete Logarithm Problem in Finite Fields of Small Characteristic". Im Anschluss daran war er an der École Polytechnique in Lausanne tätig. Zuletzt hat Jens Zumbrägel im Wintersemester 2016/17 eine Lehrstuhlvertretung an der Technischen Universität Dresden übernommen.

Zumbrägel hält neben seiner Lehrtätigkeit auch verschiedene Vorträge über Algebra oder Kryptographie in Deutschland, der Schweiz, Kroatien, Indien, Japan oder den USA. Für mehrere naturwissenschaftliche Magazine ist er zudem als Herausgeber oder Artikelgutachter, sowie bei diversen internationalen Konferenzen als Mitorganisator tätig.

Katrina Jordan | 10.04.2017